Ein Rasseportrait des Wetterhoun zusammengestellt von Ines Schmiedel (Quellen: Niederl.FCI-Standard 221 v.1990, "Hunde-Revue", "Der Hund" 4/95) | ![]() | |||||||
Herkunft: Der Ursprung des Wetterhoun läßt sich nur schwer feststellen.Bereits im 17. Jahrhundert wurde von friesischen Schriftstellern ein kraushaariger Hund beschrieben.Eine Theorie besagt, daß der Wetterhoun von Hunden abstammt, die friesische Kaufleute aus den Ostseeländern mitbrachten. In einer Anderen wird behauptet, daß Zigeuner aus Osteuropa doggenartige, kraushaarige Hunde bei sich gehabt hätten, die sich mit einheimischen Hunden vermischten.Interessant ist die Frage, aus welchen Hunderassen sich der Wetter entwickelt hat. Sein breiter Schädel läßt die Vermutung aufkommen, daß er vielleicht mit dem Schweizer Sennenhund verwandt ist. Sein gekräuseltes Fell erinnert an das eines Pudels, ist aber von ganz anderer Art. Auch Rassen wie z. B: * CURLY COATED RETRIEVER* AMERICAN WATERSPANIEL* IRISH WATERSPANIEL* SPANISCHER WASSERHUND* BARBET könnten für die Abstammung in Frage kommen. Ursprüngliche Verwendung: Der Wetterhoun ist in erster Linie ein Hofhund, der neben dieser Eigenschaft auch Fähigkeiten als Jagdhund bewies. Seine Talente liegen in der Wasserjagd. Speziell wurde er auf die Jagd nach dem Fischotter verwendet, was ihm auch den Namen "Otterhoun" einbrachte. Als der Otterbestand immer mehr abnahm, wurde der Wetterhoun häufig für die Jagd auf Iltisse, Wildkatzen und Bisamratten eingesetzt. In früheren Zeiten war er aufgrund seiner körperlichen Stärke und einer enormen Muskelkraft auch als Ziehhund gefragt. Er wurde kurzerhand vor Karren gespannt und leistete auch hier hervorragende Dienste. Der Name WETTERHOUN entstand vermutlich aus dem friesischen Wort "Wetter" für "Wasser". Wetterhoun bedeutet demnach schlicht und einfach "Wasserhund". Charakter: Der kraushaarige Wetterhoun ist ruhig und gelassen. Wie es seiner ursprünglichen Arbeit als Wächter von Haus und Hof entspricht, ist der Wetterhoun skeptisch, zurückhaltend und reserviert Fremden gegenüber. Für Hundefreunde, die mit seinem eigensinnigen Charakter umgehen können, ist er heute noch ein wirklich idealer Hofhund. Der Wetterhoun ist ein treuer, sehr anhänglicher Familienhund. Auch der Umgang mit Kindern bereitet ihm keine Probleme. Er mag es nicht, allein gelassen zu werden. Körperbau: Idealerweise werden Rüden 59 cm (mind. 51 /max. 60 cm) und Hündinnen 53 cm (mind. 48 /max. 57 cm) hoch. Das Fell des Wetter ist sehr dicht und einmalig durch die Art der Kräuselung.Die Haare am Körper sind halblang und liegen in kräftigen Löckchen nebeneinander. Nur der Kopf ist glatt behaart. Das Fell faßt sich immer leicht fettig an. Es ist ziemlich fest und von grober Struktur. Der lange, spiralig aufgerollte Schwanz wird über dem Rücken getragen und ist lockig behaart. Farbvarianten: * schwarz-weiß / * braun-weiß / * einfarbig-schwarz / * einfarbig-braun Die Mehrheit der Hunde ist zweifarbig. Bei einfarbigen Hunden sollten aber weiße Abzeichen vorhanden sein. Haltung: Beim Wetterhoun handelt es sich nicht um einen ausgesprochenen Haushund. Die falsche Haltung kann dabei zur Kahlheit des Tieres führen. Das dichte, lockige und fettige Haar schützt das Tier vor jeder Witterung. Wärme und trockene Heizungsluft bekommen dem Hund nicht. Das Fell bedarf keinerlei Behandlung durch den Mensch. Nur einmal im Frühjahr sollte das Winterfell ausgekämmt werden. Der Wetterhoun braucht viel Beschäftigung und darf nicht beim Nichtstun verkümmern. Die idealen Voraussetzungen für den Wetterhoun sind lange Spaziergänge, ein großer Garten oder Hof den er bewachen darf und eine intensive Beziehung zu seiner Familie. Dann stehen schöne, lange, gemeinsame Jahre bevor. | ||||||||